Dorf-Chronik
(an der Seite wird noch gearbeitet)

Pfalzheim

Der Ortsname des kleienen, am südlichen Rand der Wittstocker Heide gelegenen jungen Dorfes fasst die Gründungsgeschichte in neun Buchstaben zusammen:

"Die Gemeinde Pfalzheim wurde am 1. Juni 1747 von acht Emigranten gegründet, welche wegen ihres Glaubensbekenntnisses (sie waren Evangelisten) ihr Heimatdorf nahe der Stadt Zweibrücken in der Rheinpfalz verlassen mussten. Sie siedelten sich hier auf der damaligen wüsten Feldmark Rägelin an. Da sie aus der Pfalz kamen, baten sie den König, ihre neue Heimat Pfalzheim nennen zu dürfen."
So steht es in der handschriftlichen Chronik von Reinholt Nebel, dem ehemaligen Pfalzheimer Bürgermeister. Es existieren zu Pfalzheim dutzende handschriftliche Dokumente, Sagen, Anekdoten und Sprüche, so auch der in Platt gehaltene Text eines Tanzes, wie er Früer in Pfalzheim gesungen und getanzt wurde:

"Von Basdorp nach Teerobn, sin dät nich sobn Mielen? Olle Sau un sen Fartsen, sin dät nich sobn Schwien?"

Der im Text vorkommende "Teerobn", zu hochdeutsch Teerofen, spielte eine wichtige Rolle bei der Erstbesiedlung der Pfalzheimer Gegend. Denn der mitten im Wald erbaute Ofen wurde bereits vor der Ansiedlung der Pfälzer von der Teerbrennerfamilie Fielitz betrieben. Erst durch deren harte Arbeit, das Verbrennen der gerodeten Stubben im Teerofen, wurde im riesigen Waldgebiet eine Lichtung und somit der Platz für das spätere Pfalzheim geschaffen.


Pfalzheim 1896
Jagdstrecke vorm "Gasthof von Willhelm Telschow" (Heute Fam. Dicks)



Pfalzheim 1910
Prosit vorm "Gasthof von Willhelm Telschow"